HISTORY

   
Blair Castle - Schottland 1983 war es, als ich im Urlaub in den schottischen Highlands, den ersten Border Collie bei der Arbeit mit Schafen sah. Damals sagte ich zu meinem Mann: " Falls wir irgendwann mal einen Hund haben sollten, dann nur so einen".
Damals wusste ich allerdings noch nicht, das dieser mittelgroße, schwarz-weiße Hund eine eigene Rasse ist.
Das wusste ich erst, als ich im Okt. 1986 auf der Hundeausstellung in Tulln Vivien Daglish mit ihren beiden Border Collies  Moss of Kenive und Meggan, kennen lernte. Vivien führte uns in die Welt des Border Collies ein und überredete uns, bei der Gründung der Austrian Sheep Dog Society 1989 mitzumachen.
Eigentlich sollten wir von Vivien unseren ersten Hund bekommen, aber nach der Trennung von ihrem Mann, ging sie wieder retour nach England und wir mussten uns anderwärtig umschauen.
1988 gab es gerade mal 3 Züchter in Österreich, die entweder gerade keinen Wurf hatten oder deren Hunde uns nicht gefielen. Also wichen wir zu einem Züchter aus Deutschland aus.
Und dann war es soweit. Im Mai 1989 fuhren wir nach Korbach-Strothe um unseren ersten Hund, CH Chris vom Waldecker Land, abzuholen. Er wurde unter der Nummer BRDC 94 beim ÖCBH registriert. Und es sollte noch einer, Fleur vom Waldecker Land, folgen. Beide liefen später als einer der ersten Border Collies von Österreich, in dem damals noch jungen Hundesport Agility und Flyball. Die Dritte im Bunde wurde CH Cories Alana. Ein Schatz von einem Hund. Sie wurde Mutter von einigen Österr. Show-Champions.
Hrn. Ing Radnetter vom ÖKV habe ich es zu verdanken, daß ich nach der Trennung von meinem Mann, zu züchten begonnen habe. Er überredete uns dazu, mit unseren Hunden auf Ausstellungen zu gehen und durch die Erfolge von Sandy und Bonnie wurde auch der Wunsch geboren, einen Wurf großziehen zu wollen.

Am 21. März 1993 war es dann soweit. Der erste im ÖCBH registrierte Merle-Wurf von Österreich wurde geboren. Vater dieses Wurfes war der aus Kanada importierte Rüde Freckles, im Besitz von Familie Rose, einer der vielseitigsten Border Collies die ich je kennen lernen durfte. Und diese Vielseitigkeit versuchte ich dann auch in Zukunft in meiner Zucht zu haben.
Viele Kilometer wurden verfahren, um mit Rüden zu decken, die diesem vorgenommenen Ziel nahe kamen. All die Jahre versuchte ich gutes Wesen, Gesundheit, Hüteeigenschaften und Schönheit zu vereinen. CIB Kliff aus dem Hause Kriese, CH Templemoyle Twin (ISDS), CIB Highland Dreamer um nur einíge zu nennen, begründenten meine Zuchtlinien, die auf so manchen großen Erfolg in allen Sparten des Hundesports, zurückblicken können.
Nat. Show Stockerau 1992 - Freckles and my gang
The Liza's Border Clan - 1994
Aber auch von Rückschlägen blieb ich nicht verschont. Als 1999 im J-Wurf durch einen Irrtum ein mit CEA-befallener Welpe diagnostiziert wurde, war die Zucht-Karriere meines Rüden CH Liza's Border Dover mit einem Schlag beendet. Dover wurde von mir aus der Zucht genommen. Erst mit dem CEA-Gentest 2005 wurde er wieder rehabilitiert. Sowohl der Welpe Jean als auch Dover sind von Optigen als genetisch CEA-frei befundet worden.
Auch meine Vorliebe für die Farbe blue-merle und später red-merle, sorgte immer wieder für negative Diskussionen in den Reihen. Zum Schluss sorgte der Fall von Epilepsie bei Trinidad für Aufregung, aus dem ich auch meine Konsequenzen gezogen habe.

Resümee nach 15 Jahren Hundezucht:

Die Genetik lässt sich leider nicht so steuern wie man selber gern möchte. Nur unerfahrene Züchter denken, sie haben keine Probleme in ihrer Zucht.
Aber in punkto Hüftdysplasie und CEA denke ich, habe ich in meiner Zucht das 1993 vorgenommene Ziel erreicht.

Ich habe immer versucht, mit und für meine Hunde nicht von meinen Hunden, zu leben. Alle Hunde die ich behalten habe, das waren in meinen besten Zeiten bis zu 15 Stück an der Zahl, leben bzw. lebten bis zu deren Ende bei mir und werden nicht abgegeben, sobald sie die Zuchtaltersgrenze erreicht haben.
Ich werde solange es mir noch möglich ist, weiterhin mein Zuchtgeschehen auf ein bis zwei Würfe pro Jahr beschränken, um bestaufgezogene Welpen an Interessenten weitergeben zu können.

In diesem Sinne

Elisabeth M. Kotschy, im März 2008